Psychosomatische Beschwerden: Wenn die Seele durch den Körper spricht
Heilpraktiker Praxis Rosenheim
Psychosomatische Beschwerden: Wenn der Körper die Sprache der Seele spricht. Erfahre, wie Stress und innere Konflikte deinen Körper beeinflussen und erkenne die Botschaften dahinter.
Körper und Seele:
Die unsichtbare, aber untrennbare Verbindung
Die Wissenschaft hat längst belegt: Psyche und Körper beeinflussen sich fortwährend. Gefühle, Gedanken und Stress wirken direkt auf unser Nervensystem, Hormone und Immunsystem – oft sichtbar an körperlichen Symptomen [1][2].
- Stresshormone wie Cortisol oder Adrenalin können Verdauung, Schlaf und Immunsystem massiv beeinflussen.
- Angst aktiviert das vegetative Nervensystem: Herzschlag, Atemfrequenz und Muskelspannung steigen.
- Unterdrückte Emotionen bleiben nicht „unsichtbar“, sondern suchen sich einen Ausdruck im Körper.
Alltagsbeispiele:
Vor einer Prüfung hat Lisa nicht nur „Schmetterlinge im Bauch“, sondern tatsächlich Durchfall und starke Bauchkrämpfe; der Arzt findet keine organische Ursache – ihr Körper spricht die Sprache ihrer seelischen Anspannung[1].
Oder wenn du eine Rede halten musst und Lampenfieber hast, merkst du vielleicht Schweißausbrüche, Herzklopfen oder weiche Knie. Deine Psyche löst also sofort körperliche Reaktionen aus. Wird diese Belastung dauerhaft, können chronische Beschwerden entstehen.
Typische psychosomatische Beschwerden und ihre Botschaften
Natürlich ist jedes Symptom individuell und muss vorab immer medizinisch abgeklärt werden.
Doch gibt es typische Muster, die viele Menschen betreffen:
1. Der Rücken –
Lasten und Verantwortung
Viele Rückenschmerzen entstehen nicht durch Bandscheibenprobleme, sondern durch Daueranspannung. Wer das Gefühl hat, „zu viel tragen zu müssen“ – Verantwortung, Konflikte oder Schuldgefühle – spürt diese Last oft buchstäblich im Kreuz.
Beispiele:
- Tom, Vater und Manager, fühlt sich oft wie ein „Packesel" – beruflich wie privat wird von ihm erwartet, dass er alles trägt. Er bemerkt mit der Zeit schwere Rückenschmerzen. Erst als er beginnt, Verantwortung abzugeben und sich Pausen zu gönnen, lösen sich die Verspannungen[1][3].
- Anna (42) arbeitet Vollzeit, kümmert sich um zwei Kinder und ihre pflegebedürftige Mutter. Ihr Rücken ist ständig verspannt. Erst als sie lernt, „Nein“ zu sagen und Aufgaben abzugeben, bessern sich die Schmerzen.
2. Der Magen –
ungelöste Konflikte
„Etwas schlägt mir auf den Magen“ beschreibt es treffend. Besonders Ärger und das „Hinunterschlucken“ von Gefühlen zeigen sich hier.
Beispiele:
- Peter (35) hält Kritik bei der Arbeit aus, ohne zu widersprechen. Wenig später entwickeln sich undefinierbare Magenschmerzen. Erst durch Gespräch und Konfliktklärung entspannt sich seine Verdauung.
- Nina hat dauerhaften Streit mit ihrer Schwester, spricht aber nie darüber. Nach Monaten bekommt sie regelmäßig Übelkeit und Magendrücken. Erst das Mutmachen zur offenen Aussprache verschafft ihrem Bauch Entlastung[1].
3. Die Haut –
Abgrenzung und Kontakt zur Außenwelt
Als größtes Organ und Grenze zur Außenwelt reagiert die Haut auf Überforderung, Scham oder den Wunsch nach Nähe.
Beispiele:
- Laura (28) bekommt bei Prüfungsstress Ekzeme. Ruhe, Selbstfürsorge und Stressabbau helfen oft mehr als Cremes.
- Max entwickelt plötzlich ein juckendes Ekzem, nachdem er im Job wiederholt kritisiert und sich „bloßgestellt“ fühlt. Seine Haut reagiert als Schutzbarriere, die ihm hilft, sich abzugrenzen. Mit professioneller Unterstützung lernt Max, sich besser gegen Kritik zu behaupten, worauf das Ekzem verschwindet[2][4].
4. Das Herz –
Gefühle und Verletzlichkeit
„Herzschmerz“ oder „gebrochenes Herz“ sind mehr als Metaphern. Herzrasen oder -stolpern treten oft im Zusammenhang mit emotionaler Belastung auf.
Beispiele:
- Thomas (50) leidet nach einer Trennung unter Herzstichen. Medizinisch ist alles unauffällig. Erst die Bearbeitung seiner Trauer bringt Besserung.
- Nach der Trennung spürt Clara Herzstiche und ein Engegefühl im Brustkorb. Medizinisch ist alles in Ordnung, doch die Trauer muss verarbeitet werden – erst das Zulassen von Gefühlen schafft Erleichterung[2].
5. Schlafstörungen –
Wenn der Kopf keine Ruhe findet
Einschlaf- und / oder Durchschlafstörungen sind häufig Signale einer Überlastung durch Grübeln, Sorgen oder Perfektionismus.
Beispiele:
- Sabine (30) will alles perfekt machen. Abends liegt sie wach, ihr Kopf kreist. Erst Grenzen und Entspannungstechniken bringen Ruhe.
- Anna, Perfektionistin, kann nachts nicht abschalten; sie wälzt Sorgen und Pläne. Ihre Schlafprobleme verschwinden, als sie lernt, abends einen „Gedanken-Parkplatz“ zu nutzen und mit Achtsamkeit in den Tag zu verabschieden[5].
Die „Holy Seven“ –
wissenschaftlich anerkannte psychosomatische Krankheitsbilder
Die Psychosomatik ist kein Randthema und keine Glaubensfrage. Bereits vor Jahrzehnten beschrieb der Psychosomatiker Franz Alexander sieben Krankheitsbilder, bei denen der Zusammenhang zwischen seelischer Belastung und körperlicher Erkrankung besonders gut belegt ist. Diese Gruppe wird bis heute als die „Holy Seven“ bezeichnet.
Bitte beachten Sie: Diese Zusammenhänge bedeuten nicht, dass psychische Faktoren allein Krankheiten „verursachen“. Sie zeigen jedoch klar, dass Körper und Psyche untrennbar zusammenwirken – und dass nachhaltige Heilung ohne Berücksichtigung der seelischen Ebene oft unvollständig bleibt.
1) Magengeschwür (Ulcus ventriculi)
- Typischer Ausdruck
„Es schlägt mir auf den Magen.“ - Psychischer Bezug
Anhaltende Konflikte und chronischer Stress
Der Magen reagiert besonders sensibel auf dauerhafte innere Spannung, ungelöste Konflikte und das Gefühl, etwas „schlucken zu müssen“, das eigentlich nicht verdaulich ist.
2) Asthma bronchiale
- Typischer Ausdruck
„Mir bleibt die Luft weg.“ - Psychischer Bezug
Angst, Überforderung, innere Enge
Asthma wird häufig mit Situationen in Verbindung gebracht, in denen Betroffene sich eingeengt fühlen, keinen Raum erleben oder Angst haben, nicht „durchatmen“ zu können – emotional wie körperlich.
3) Neurodermitis
- Typischer Ausdruck
„Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut.“ - Psychischer Bezug
Grenzüberschreitungen, Abwehr, ungelöste Beziehungskonflikte.
Die Haut als Kontaktorgan reagiert besonders auf Probleme mit Nähe, Distanz und Selbstschutz. Häufig besteht eine innere Spannung zwischen dem Wunsch nach Kontakt und dem Bedürfnis nach Abgrenzung.
4) Colitis ulcerosa
- Typischer Ausdruck
„Das geht mir an die Substanz.“ - Psychischer Bezug
Anhaltende seelische Not, chronische Überforderung.
Diese Erkrankung steht oft im Zusammenhang mit lang andauerndem innerem Stress, ungelösten emotionalen Belastungen und dem Gefühl, etwas nicht mehr „halten“ oder integrieren zu können.
5) Bluthochdruck (essenzielle Hypertonie)
- Typischer Ausdruck
„Der Druck steigt mir zu Kopf.“ - Psychischer Bezug
Dauerstress, innere Anspannung, hoher Leistungsdruck.
Betroffene stehen häufig permanent „unter Strom“, übernehmen zu viel Verantwortung oder unterdrücken eigene Bedürfnisse, was sich langfristig in dauerhaft erhöhtem innerem Druck widerspiegelt.
6) Rheumatoide Arthritis
- Typischer Ausdruck
„Ich bin wie festgefahren.“ - Psychischer Bezug
Unterdrückte Wut, innere Starre, Bewegungseinschränkung auf emotionaler Ebene.
Die Erkrankung wird oft mit lange zurückgehaltener Aggression, ungelöster Kränkung und mangelnder innerer Beweglichkeit in Verbindung gebracht.
7) Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Typischer Ausdruck
„Ich stehe ständig unter Strom.“ - Psychischer Bezug
Dauerstress, Ruhelosigkeit, innerer Antrieb ohne Erholung.
Die Schilddrüse reagiert sensibel auf chronische Überforderung, innere Unruhe und das Gefühl, ständig funktionieren oder leisten zu müssen, ohne ausreichend zur Ruhe zu kommen.
Blick auf die Seele - ein ganzheitliches Verständnis
Über die medizinische Ebene hinaus lohnt sich auch eine spirituellere Sicht: Der Körper spricht oft in Symbolen, und die Seele nutzt Symptome, um uns Botschaften zu senden. In dieser Perspektive sind Beschwerden keine „Pannen“, sondern Hinweise auf innere Schieflagen. Rückenschmerzen können ein Ruf nach Entlastung sein, Hautprobleme ein Thema von Nähe und Abgrenzung, Herzsymptome Ausdruck von Liebeskummer oder Verletzlichkeit.
Manchmal bringen seelische Belastungen den Körper so aus dem Gleichgewicht, dass eine Negativspirale beginnt: Stress und Konflikte verstärken Symptome, die wiederum neue Sorgen und Ängste hervorrufen. Dazu kommen individuelle Faktoren wie Kindheitserlebnisse, familiäre Prägungen und genetische Einflüsse[1].
Dieser Ansatz ist nicht wissenschaftlich, sondern versteht sich ganzheitlich und intuitiv. Er erinnert uns daran, Körper, Geist und Seele als Einheit zu betrachten – und Symptome als Einladung, nach innen zu lauschen.
Wie du psychosomatische Signale deuten kannst
Nicht alle Botschaften des Körpers sind klar zu deuten – manchmal ist es ein vielschichtiger Ruf nach Aufmerksamkeit. In einem spirituellen Verständnis nutzt die Seele den Körper, um auf innere Schieflagen hinzuweisen. Symptome wie Bauchschmerzen, Herzklopfen oder ein Kloß im Hals sind dann als Sprache des Unbewussten zu verstehen, voller Symbolik und nicht selten rätselhaft [7][3].
Es geht nicht darum, jede Beschwerde zu überdeuten. Doch folgende Fragen können hilfreich sein:
- Wann treten die Symptome auf? Gibt es bestimmte Auslöser?
- Welche Gefühle halte ich zurück? Ärger, Trauer, Angst, Schuld?
- Welche Botschaft könnte mein Körper mir senden?
- Wie gehe ich aktuell mit Stress und Konflikten um?
Bereits dieses bewusste Reflektieren öffnet oft eine Tür zu Veränderung.
Wege zur Heilung – was wirklich hilft
„Der Leib ist die Erscheinung der Seele.“ Jede Verspannung, jede Verkrampfung kann Hinweise auf unverarbeitete Gefühle sein.
Heilen bedeutet also nicht nur das Symptom zu entfernen, sondern das innere Gleichgewicht wiederzufinden[3].
- Medizinische Abklärung!
Organische Ursachen immer zuerst ausschließen. Psychosomatische Beschwerden sind keinesfalls „eingebildet“. - Stressabbau & Entspannung
Yoga, Meditation, bewusste Pausen, Naturerlebnisse bringen das Nervensystem ins Gleichgewicht[1]. - Gefühle fließen lassen
Tagebuch schreiben, künstlerische Methoden, Therapeutengespräche helfen, Gefühle zu entdecken und auszudrücken[7]. - Therapeutische Begleitung
Methoden wie Hypnose, EMDR, EFT und Körperarbeit machen innere Konflikte sicht- und fühlbar[3]. - Selbstfürsorge
Grenzen setzen, Entlastung einfordern, liebevoll mit sich selbst umgehen.
Fazit: Stress, Seele und Gesundheit in Balance bringen
Psychosomatische Beschwerden sind echte, reale Leiden – und gleichzeitig wichtige Hinweise: Der Körper spricht, wenn die Seele keine Worte findet. Rückenschmerzen, Magendruck, Hautprobleme oder Schlafstörungen sind oft Ausdruck dessen, was im Inneren nach Beachtung ruft. Wer auf diese Zeichen hört, lernt, bewusster zu leben, kann Konflikte lösen und Gesundheit auf allen Ebenen fördern[1][4][3].
Je mehr wir lernen, diese Zeichen zu verstehen, desto größer ist die Chance auf Heilung – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.
Praktischer Tipp für den Alltag
Wenn du das nächste Mal ein Symptom spürst, halte einen Moment inne und frage dich:
- „Was beschäftigt mich innerlich?“
- „Was möchte mein Körper mir mitteilen?“
- „Was könnte ich mir jetzt Gutes tun?“
Oft reicht bereits dieser kleine Schritt zu mehr Klarheit – und setzt Heilung in Bewegung[3].
Liebevoll Heilen - Entwickeln - Befreien - Aufblühen
Quellen
-
[1] Psychosomatische Erkrankungen
-
[2] Psychosomatik
-
[3] Der Körper als Sprachrohr der Seele
-
[4] Die Wechselwirkung von Körper und Geist
-
[5] Psychosomatische Erkrankungen
-
[6] Psychosomatische Krankheitsbilder
-
[7] Die Seele spricht in Bildern. Warum es so heilsam ist, sich ...
In ihrer Praxis in Rosenheim bietet Heilpraktikerin Iris Naumann einen geschützten Raum, in dem ihre Klienten individuell und achtsam unterstützt und begleitet werden.
Dabei kommen hauptsächlich bewährte Behandlungsmethoden wie Hypnose, Yager-Code, EMDR, EFT-basiertes Klopfen und systemisches Familienstellen zum Einsatz.
Wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist zudem die Vermittlung einfacher, aber wirkungsvoller Selbsthilfetechniken. Auch die Vermittlung von Grundlagen, wie Psyche - Körper sich wechselseitig beeinflussen, gehört hier dazu. Ein besonderes Anliegen von Iris Naumann ist die Unterstützung von Menschen, die ihre Selbstbestimmtheit und Selbstheilungskräfte stärken möchten und dafür Inspiration, Rat und praktische Impulse suchen, um sich Schritt für Schritt auf ihrem Weg weiter zu entfalten. Ihr Lieblingsmotto lautet: „Entwickeln – Befreien – Aufblühen“.