Übermäßiges Schamgefühl
Themen & Symptome
Chronische Scham hat sehr negative Auswirkungen: Sie blockiert unsere Selbstliebe, hält uns klein und in dem Gefühl, falsch zu sein. Tiefsitzende Scham hindert uns dauerhaft, uns frei und unbefangen so zu zeigen, wie wir wirklich sind.

Als Babys kommen wir völlig unbefangen auf die Welt. Schamfrei haben wir in unserem persönlichen Umfeld vieles geteilt, was für dort schon mit einem anerzogenen Schamgefühl behaftet war: völlige Nacktheit, Körperausscheidungen in allen Formen, Farben und Konsistenzen, Berühren der Geschlechtsteile, schonungslose Ehrlichkeit im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen, spontane Äußerungen, ungefiltertes emotionales Mitteilen und sich ganz natürlich so zeigen, wie wir sind. Natürlich gehen wir als „zivilisierte“ Menschen nicht nackt, sondern bekleidet durch die Welt, wir besuchen auch nicht mehr den öffentlichen Donnerbalken, sondern verschwinden aufs „stille“ Örtchen und wir haben auch gelernt, unseren ersten Impuls gegenüber Anderen bei Bedarf mit Höflichkeit zu mildern oder gar zurückzunehmen. Bis zu einem gewissen Maß ist ein anerzogenes Schamgefühl in unserer westlichen Welt durchaus vertretbar und nicht pathologisch.
Extreme, übermäßige Schamgefühle
Wenn Sie sich heute jedoch ständig für alles schämen, alles Mögliche abwertend auf sich beziehen, sich häufig fremdschämen oder sogar selbst hassen, dann hat Ihre Scham toxische Ausmaße angenommen. Wenn Schamgefühle so ausufern, führt das oft dazu, dass sich die Betroffenen minderwertig und wertlos fühlen bis zum Selbsthass und nach Gesprächen und Begegnungen oft grübeln, was andere von ihnen denken. Schlimmstenfalls führt dies dazu, dass Sie sich von den Menschen zurückziehen und kaum Kontakte pflegen, um ja nicht aufzufallen und Ablehnung vorzubeugen. Dies wiederum verstärkt oft die Problematik, weil es keine postiven, stärkenden Erfahrungen mit Menschen ermöglicht.
Eine tiefsitzende Scham kann viele Ursachen haben: Wer regelmäßig wegen seiner Bedürfnisse oder seines Körpers bloßgestellt, abgewertet, heftig kritisiert oder sogar lächerlich gemacht wurde, hat tiefe Verletzungen im Selbstbild erfahren. Das Schlimmste daran ist, dass die verletzte Persönlichkeit nach ausreichenden Übergriffen dieses Außenbild als wahr übernimmt und selbst weiterführt: mit selbstverletzenden Abwertungen und toxischer Selbstkritik. Die eigenen Bedürfnisse werden weder gespürt noch ernst genommen. Dieser Mensch hat gelernt: So wie ich bin, darf ich nicht sein. Wenn Sie sich als falsch fühlen, trennen Sie sich ab von Ihrem wahren, echten Kern - und so können Sie natürlich Ihre Potenziale nicht entfalten und sich nie dauerhaft sicher und entspannt fühlen. Chronische Scham hat sehr negative Auswirkungen und verbündet sich oft mit übermäßigen Schuldgefühlen.
Übermäßige Scham überwinden
Ich möchte Ihnen dabei helfen, die Herkunft und Falschheit Ihres Schamgefühls aufzuspüren und zu entlarven und Ihr Selbstmitgefühl und Ihre Selbstwertschätzung aufzubauen. Gerne begleite ich Sie zurück zu Ihrer Unbefangenheit und zu Ihrer einzigartigen Essenz, damit Sie sich endlich trauen, sich zu zeigen und Ihre Bedürfnisse offen mitzuteilen. Wenn Sie Ihr übermäßiges Schamgefühl überwinden, können Sie sich freier, entspannter und auf Augenhöhe mit anderen fühlen.
Häufig gestellte Fragen
Ich zähle hier einige wichtige Punkte auf:
- Wenn Sie sich oft minderwertig oder falsch oder nicht genug fühlen
- wenn Sie Kontakt mit anderen Menschen vermeiden
- wenn Sie Bedenken oder Angst vor Ablehnung haben
- wenn Sie sich laufend aus der Sicht des Anderen bewerten, vor allem abwerten
- wenn Sie das Gefühl haben, sich nicht zeigen zu dürfen.
Die meisten Trigger werden schon in der Kindheit durch Eltern und Bezugspersonen, durch negative Schulerlebnisse oder Missbrauchserfahrungen gesetzt. Auch ungute Erfahrungen mit Mobbing und ähnlichem in der Jugend können tiefe Scham verursachen.
Eine entsprechende Therapie kann in der Regel den individuellen Bezug zum Schamgefühl aufzeigen.
Ja natürlich, genau dafür gibt es Therapie: damit Sie Wahlmöglichkeiten erkennen können, Lösungswege finden und durch das Labyrinth wieder zum Ausgang finden. Wenn Sie dennoch Zweifel haben, melden Sie sich gerne bei mir und wir klären das gemeinsam am Telefon.
In der Therapie kann es darum gehen, dass Sie die Ursachen der Scham verstehen. Und vor allem geht es darum, dass Sie die innere Ablehnung sich selbst gegenüber in Akzeptanz und Annahme verändern. Damit Ihnen bewusst wird, wie wertvoll und liebenswert Sie sind und dass Sie sich ganz offen zeigen dürfen.
Sie sind die Hauptperson - wieviel und wann Sie sich öffnen, dürfen ganz alleine Sie bestimmen.
Vor dem ersten Termin erhalten Sie einen umfangreichen Fragebogen, den ich bis einige Tage vor unserem Treffen ausgefüllt von Ihnen zurück erhalte. So kann ich mich schon mit Ihrem Anliegen vertraut machen. Wenn wir uns dann persönlich treffen, nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch und meine Rückfragen zu Ihren Antworten.
Auf dieser Grundlage wählen wir, bzw. testen wir kinesiologisch die geeignete Behandlungsmethode für Sie aus.
Diese Methoden kommen in Frage:
- Rückführungshypnose
- Traumatherapeutische Verfahren, z.B. EMDR
- sehr sanft und dennoch hoch effizient: EFT-basiertes Klopfen
- bei Bedarf: stabilisierende und ressourcenorientierte Übungen für den Alltag.
- bei Bedarf: psychotherapeutische Gespräche – um auch kognitiv neue Sichtweisen auf Ihren Wert, Ihre Grenzen und Ihre Möglichkeiten zu entwickeln.
So können wir Schritt für Schritt daran arbeiten, dass Sie sich innerlich wertvoller, liebenswerter und sicherer fühlen.
Das ist sehr unterschiedlich. Rechnen Sie bitte mit 3 bis 4 Sitzungen als Grundbedarf. Danach beobachten Sie, wie Sie sich im Alltag fühlen und was Sie noch erreichen möchten.
Über das Auswahlmenü "Was kann ich für Sie tun?" können Sie mir mitteilen, wann ich Sie am besten telefonisch erreichen kann. Dafür nehme ich mir 30 Minuten Zeit, und wir können Ihre offenen Fragen klären.











